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Am 17.01.2026
gab eine ältere Frau im Alter zwischen 63-70 diesen Traum ein:

Betrunkene Freundin

Ich bin irgendwie auf einer Anhöhe. Ich glaube, meine verstorbene Oma ist auch dabei, aber ich weiß es nicht genau. Von da aus, wo ich stehe, kann ich auch die Straße sehen. Es kann auch sein, dass ich in einem mehrstöckigen Haus bin und aus dem Fenster gucke. Nee, ich bin draußen. Dann sehe ich dort unten eine meiner besten Freundinnen, Sigrid. Es ist eine kleine Straße und ich sehe, wie sie dort irgendwie auf und ab geht und wundere mich. Ich denke, sie weiß doch, dass ich hier wohne, warum kommt sie nicht vorbei? Warum besucht sie mich nicht? Dann entscheide ich mich, aber zu ihr zu gehen und sie anzusprechen. Ich frage sie, was sie tut, und sie sagt mir, dass sie hier ein Seminar besucht und das gerade Pause sei. Es kommt mir vor, als wäre sie betrunken. Ich lasse es mir nicht anmerken, dass ich es merke, und ich frage sie, ob sie mit zu mir kommen möchte, weil ich doch noch Geschenke hätte. Sie kommt dann mit und guckt die Sachen durch, findet aber nichts. Sie geht dann wieder, weil sie zu ihrem Seminar muss. Aber die ganze Zeit kommt sie mir sehr betrunken vor. Der Traum ist grau und schwarz-weiß. Es sind überhaupt keine Farben zu sehen. Normalerweise träume ich in Farbe.

Traumdeutung: Die distanzierte Begegnung in farbloser Stimmung:

Einleitung

Dieser Traum entfaltet eine leise, aber tiefgreifende Szene der Entfremdung. Er arbeitet weniger mit dramatischen Bildern als mit atmosphärischer Leere und subtiler Irritation. Die Psyche untersucht hier Nähe, Erwartung und Enttäuschung unter dem Vorzeichen emotionaler Abwesenheit.
  • Die erhöhte Position:

    Die Anhöhe oder das erhöhte Haus symbolisiert eine innere Distanz. Psychologisch steht diese Position für Überblick, aber auch für Abgetrenntsein. Die Psyche befindet sich in einer beobachtenden Haltung, nicht mitten im Geschehen, sondern darüber.
  • Die mögliche Anwesenheit der Oma:

    Die nur vage wahrgenommene verstorbene Oma verweist auf eine innere Verbindung zur Vergangenheit. Dass sie nicht klar sichtbar ist, deutet darauf hin, dass alte Halt gebende Instanzen zwar noch spürbar, aber nicht mehr aktiv verfügbar sind. Die Psyche registriert ein schwindendes Gefühl von Schutz.
  • Der Blick auf die Straße:

    Die Straße steht für den Lebensweg und für Begegnungen mit anderen. Von oben betrachtet wirkt sie fremd und fern. Psychologisch zeigt sich hier eine Trennung zwischen innerem Raum und äußerem sozialen Geschehen.
  • Die Freundin auf der Straße:

    Die beste Freundin repräsentiert emotionale Nähe und Verlässlichkeit. Ihr zielloses Auf-und-Ab-Gehen deutet auf innere Unruhe oder Orientierungslosigkeit hin. Die Psyche wundert sich über das Ausbleiben eines selbstverständlichen Kontakts.
  • Die nicht erfüllte Erwartung:

    Die Frage, warum die Freundin nicht vorbeikommt, zeigt ein Bedürfnis nach Anerkennung und Zuwendung. Psychologisch wird hier eine alte Erwartung aktiviert, die nicht mehr selbstverständlich erfüllt wird.
  • Die Entscheidung, selbst hinzugehen:

    Dieser Schritt zeigt innere Aktivität trotz Enttäuschung. Die Psyche übernimmt Verantwortung für den Kontakt, statt passiv zu warten. Gleichzeitig liegt darin die Gefahr, sich selbst zu übergehen.
  • Das Seminar als Erklärung:

    Das Seminar symbolisiert Pflicht, Funktionieren und äußere Rollen. Die Freundin ist geistig und emotional anderweitig gebunden. Psychologisch zeigt sich hier eine Konkurrenz zwischen Beziehung und Verpflichtung.
  • Der Eindruck der Trunkenheit:

    Die wahrgenommene Betrunkenheit steht für emotionale Unzuverlässigkeit und fehlende Präsenz. Wichtig ist, dass sie nicht offen angesprochen wird. Die Psyche vermeidet Konfrontation und hält das Ungleichgewicht aus.
  • Die angebotenen Geschenke:

    Geschenke symbolisieren innere Ressourcen, Erfahrungen oder emotionale Angebote. Dass die Freundin nichts Passendes findet, deutet auf eine fehlende Resonanz hin. Die Psyche erlebt, dass das Eigene nicht angenommen wird.
  • Das erneute Weggehen:

    Das Weggehen der Freundin bestätigt die innere Erfahrung von Verlassenwerden. Die Beziehung bleibt oberflächlich und zeitlich begrenzt. Psychologisch wird hier ein Abschied vorbereitet, ohne dass er offen ausgesprochen wird.
  • Die Farblosigkeit des Traums:

    Das Grau-Schwarz-Weiß ist von zentraler Bedeutung. Es steht für emotionale Erschöpfung, Traurigkeit und das Fehlen von Lebendigkeit. Dass normalerweise in Farbe geträumt wird, zeigt, wie außergewöhnlich dieser Zustand ist. Die Psyche signalisiert eine vorübergehende innere Leere.
  • Zukunftsprognose:

    Der Traum deutet auf eine Phase hin, in der vertraute Beziehungen ihre frühere Qualität verlieren könnten. Eine Gefahr besteht darin, emotionale Einseitigkeit zu lange zu tolerieren. Gleichzeitig kündigt sich die Notwendigkeit an, Erwartungen zu überprüfen und neue Formen von Nähe zuzulassen.

Zusammenfassung

Dieser Traum zeigt eine stille Enttäuschung und das Erkennen emotionaler Distanz. Die Psyche nimmt wahr, dass Nähe nicht mehr selbstverständlich erwidert wird. Die Farblosigkeit unterstreicht den Verlust an Lebendigkeit in einer wichtigen Beziehung. Die zentrale Botschaft liegt darin, dass Loslassen manchmal ehrlicher ist als festzuhalten, auch wenn dies mit Traurigkeit verbunden ist.



 
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