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Am 09.01.2026
gab eine Frau im Alter zwischen 56-63 diesen Traum ein:

Gärtnern mit der toten Mutter

Meine tote Mutter ist wieder lebendig und wir Gärtnern zusammen. Dabei pflanze ich rosa Frühlingsblumen auf einem Balkon der sich auf einem grossen Schiff befindet, sehr weit oben. Wir haben meine Katzen dabei, die sehr viel fressen und so geht das Futter zur Neige. Ich finde einige abgelaufene Sachen die ich entsorgen möchte, Mutter will sie auseinandernehmen weil sie denkt, es müsste Mülltrennungstechnisch so sein. Da alles schon jahrelang abgelaufen ist, spielt das meiner Meinung nach keine Rolle mehr. Es entsteht ein typischer Streit, den ich aus ihren Lebzeiten kenne: solange sie nicht Recht bekommt gibt es keine Ruhe.

Traumdeutung: Gärtnern mit der wiederkehrenden Mutter auf hoher See:

Einleitung

Dieser Traum konfrontiert uns mit einer inneren Bühne, auf der Vergangenheit, Verantwortung und Autonomie gleichzeitig verhandelt werden. Er ist kein sentimentaler Rückblick, sondern ein psychisches Lehrstück über ungelöste innere Dialoge, die auch im späteren Lebensalter ihre Wirksamkeit behalten. Die Szenerie ist bewusst unrealistisch gewählt, um innere Spannungen sichtbar zu machen, die im Alltag oft verdeckt bleiben.
  • Die lebendige tote Mutter:

    Die Mutter erscheint lebendig, obwohl sie tot ist, was psychologisch nicht auf Trauer im engeren Sinn verweist, sondern auf eine weiterhin aktive innere Instanz. Diese Figur steht für verinnerlichte Regeln, Bewertungen und Konfliktmuster, die zeitlich nicht abgeschlossen wurden. Die Psyche zeigt hier deutlich, dass der innere Dialog mit der Mutter noch nicht zu einem inneren Frieden gelangt ist.
  • Das gemeinsame Gärtnern:

    Gärtnern symbolisiert bewusste Pflege des eigenen Lebensraums und der eigenen Entwicklung. Dass dies gemeinsam mit der Mutter geschieht, deutet darauf hin, dass Selbstentfaltung noch immer unter innerer Beobachtung und Einflussnahme steht. Wachstum wird nicht autonom erlebt, sondern als etwas, das genehmigt oder kommentiert werden muss.
  • Die rosa Frühlingsblumen:

    Rosa Frühlingsblumen stehen für zarte, neue Lebensimpulse, emotionale Offenheit und verspätete Erneuerung. Ihre Pflanzung zeigt den Wunsch nach Sanftheit und Neubeginn, allerdings in einer Umgebung, die keine natürliche Erde bietet. Die Psyche signalisiert damit, dass Hoffnung vorhanden ist, aber unter fragilen Bedingungen entsteht.
  • Der Balkon auf dem großen Schiff:

    Ein Balkon auf einem Schiff, weit oben gelegen, verbindet Unsicherheit mit Distanz zur Realität. Das Schiff symbolisiert einen Lebensabschnitt in Bewegung, möglicherweise das Älterwerden oder einen Übergang, der nicht mehr vollständig kontrollierbar ist. Die Höhe deutet auf geistige Distanz, aber auch auf Verletzlichkeit hin, da Stabilität hier nicht garantiert ist.
  • Die Katzen und das schwindende Futter:

    Katzen verkörpern unabhängige Bedürfnisse, Triebe und emotionale Ansprüche. Dass sie sehr viel fressen und das Futter knapp wird, weist auf eine Überforderung durch zu viele innere und äußere Forderungen hin. Die Psyche zeigt ein klares Warnsignal, dass vorhandene Ressourcen nicht ausreichen, um alles gleichzeitig zu versorgen.
  • Die abgelaufenen Lebensmittel:

    Abgelaufene Dinge stehen für überholte Regeln, alte Werte und psychische Inhalte, die ihre Funktion längst verloren haben. Der Wunsch, sie zu entsorgen, ist ein Zeichen innerer Reife und Abgrenzung. Hier zeigt sich der Wille, Ballast endgültig loszulassen.
  • Der Streit um die Mülltrennung:

    Der Konflikt über die richtige Trennung des Mülls symbolisiert einen Machtkampf über Deutungshoheit. Es geht nicht um Ordnung, sondern um das alte Muster, dass Ruhe erst dann entsteht, wenn die Mutter Recht bekommt. Die Psyche macht deutlich, dass dieser innere Konflikt noch immer Energie bindet und Autonomie untergräbt.
  • Zukunftsprognose:

    Sollte dieser innere Konflikt weiterhin unbeachtet bleiben, besteht die Gefahr chronischer Erschöpfung und innerer Unruhe. Der Traum deutet jedoch auch an, dass ein Wendepunkt möglich ist, wenn alte Regeln konsequent als überholt anerkannt werden. Ein innerer Abschied von der autoritären Mutterfigur könnte eine späte, aber tiefgreifende psychische Entlastung bewirken.

Zusammenfassung

Dieser Traum zeigt eindrücklich, wie stark vergangene Beziehungsmuster das gegenwärtige Erleben beeinflussen können. Er thematisiert den Konflikt zwischen innerer Erneuerung und veralteter Kontrolle. Die Psyche fordert hier nicht Versöhnung, sondern klare innere Abgrenzung, um Wachstum, Ruhe und Selbstbestimmung zu ermöglichen.



 
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