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Datum: 17.01.2015
Eine Frau im Alter zwischen 49-56 gab folgenden Alptraum ein:

Verhaftung wegen Mordes

Ich habe einen Mord begangen und werde deswegen verfolgt. Ich habe Angst, dass ich verhaftet werde.
MORD = einen schonungslosen Abschluß, Detailsetwas soll für immer aus der Welt geschafft werden

Assoziation: Gewalttätiges, brachiales Ende.
Fragestellung: Was will ich tun, um irgendeine Sache zu Ende zu bringen?
 
Mord im Traum macht darauf aufmerksam, dass eine große Veränderung willentlich herbeigeführt wird. Dabei ist es gleichgültig, ob man selbst den Mord verübt hat, oder ob er von jemand begangen wurde. Fakt ist, dass bewusst etwas in Schutt und Asche gelegt oder ein Problem für immer aus der Welt geschafft wird. Dabei kann es sich um schädliche Gewohnheiten, negative Denkmuster, widrige Angelegenheiten oder die absichtliche Beendigung einer Beziehung handeln.
 
Zu träumen, dass jemand ein Verbrechen gegen uns begeht, bedeutet nicht, dass etwas Schlimmes passieren wird. Opfer eines Verbrechens zu werden, symbolisiert nur verschiedene Arten von Angst und Unzufriedenheit, die wir über unser Leben haben.
  • Begeht man einen Mord, kann das einen radikalen Wandel im Leben ankündigen. Dahinter kann die Absicht stehen, dass man hundertprozentig sicherstellen will, einen bestimmten Fehler nicht zu wiederholen, oder es definitiv zu einer Veränderung kommt. Dabei spielt es keine Rolle, wenn andere Menschen brüskiert werden, oder es zu brenzligen Situationen kommt. Oft sind unterdrückte Aggression oder Wut gegen sich selbst oder gegen andere, der Auslöser eines solchen Traums. Träumen ein Mörder zu sein, ist unter Menschen, die sich depressiv fühlen, weit verbreitet. Positiver ist, wenn der Traum sich auf die Abkehr einer alten Gewohnheit oder einer veralteten Denkweise bezieht - die alte Gewohnheit wird quasi im Traum symbolisch getötet.
  • Jemanden ermorden kann aber auch eine Angelegenheit widerspiegeln, in der man intensiver Eifersucht ausgesetzt ist. Deshalb will man dieser Person jegliches Glück, Erfolg oder ihrer Macht berauben. Oder jemand scheint es große Freude zu bereiten, uns unglücklich zu machen.
  • Wird man selbst ermordet, ist dies keine unheimliche Vorahnung, sondern bedeutet wahrscheinlich, dass entweder eine wichtige und bedeutende Beziehung unterbrochen wird, oder man trennt sich von bestimmten Emotionen. Der Tod ist sozusagen eine Metapher für die Art und Weise, wie wir versuchen, unsere Gefühle zu verarbeiten. Es kann auch bedeuten, dass ein Teil unseres Lebens aus dem Gleichgewicht geraten ist, oder man in einer Notlage ausgenützt wird. Auch Versagensängste, Angst vor Zurückweisung und Misserfolg, können damit gemeint sein. Oder man glaubt als Mensch nichts zu taugen, hat Depressionen oder Angst, seinen guten Ruf zu verlieren.
  • Hat man, eine bestimmte Person getötet, dann muss man zunächst verstehen, was dieser Mensch für uns symbolisiert, um unsere Gefühle zu begreifen und Gewalt über sie zu erlangen.
  • Leidet man an Depressionen, können Mordträume häufiger auftreten, denn Depressionen können in vielen Fällen als gegen sich selbst gerichtete Aggressionen verstanden werden. Wenn man so zornig ist, dass man töten könnte, zeigt dies auch, dass man bestimmte schmerzliche Erfahrungen aus seiner Kindheit noch immer nicht bewältigt hat.
Mord steht oft für verdrängte Gefühle und versäumte Lebensmöglichkeiten, die man nicht annimmt; dann muss man versuchen, sie bewußt ins Leben zu intrigieren. Dieses Traumsymbol zeigt, dass man möglicherweise einen Teil seines Wesens, dem man nicht traut oder das versucht, uns zu beherrschen, stark vernachlässigt. Vielleicht gibt es auch übermächtige Gefühle in bezug auf andere Menschen, die nur in der geschützten Atmosphäre des Traums zum Ausdruck kommen dürfen.
 
In diesem Bild zeigt sich, dass sich eine Seite der Persönlichkeit mit Gewalt abgetrennt hat. Dies kann sich sowohl auf ungenützte Fähigkeiten, wie auch auf Beziehungen zu Mitmenschen beziehen.
 
Spirituell: Auf der spirituellen Ebene stehen Mord und Mörder für willentliche Zerstörung.
 
Siehe Erschießung Erschlagen Erstechen Erwürgen Mörder Selbstmord Totschlag
Volkstümliche Deutung:
(europ.):
  • Mord allgemein: gewaltsamer Abschluß eines Lebensabschnittes; oft Tötung der eigenen Person.
  • Mord-Träume können auch Wahrträume sein, die zur Aufklärung von Mordfällen zu führen vermögen.
  • Mord auf persönliches Leben bezogen: das Unglück eines anderen Menschen bringt einem selbst Vorteile.
  • selbst ermordet werden: bedeutet Vorsicht, Furcht und auch Kummer; eine eigene Not oder Zwangslage wird durch andere ausgenutzt; Feinde arbeiten im geheimen an Ihrem Niedergang.
  • an der Ermordung eines Menschen aktiv oder passiv teilnehmen: deutet unverhofftes Glück an; das man durch anderer Leute Unglück erlangen kann; der Name wird durch dieses schmutzige Geschäft gebrandmarkt sein.
  • Mord sehen: die Missetaten anderer werden einem Sorgen bereiten; Angelegenheiten werden schwerfällig verlaufen; man wird von gewaltsamen Todesfällen erfahren.
  • Augenzeuge eines Mordes sein: die Streitigkeiten in der Umgebung belasten einem nicht; Hinweis auf ein langes Leben.
(arab.):
  • einen Mord begehen an einem Unbekannten: hüte dich vor groben Vergehen, sie würden dir übel bekommen; auch: deutet auf Habsucht und Gedankenlosigkeit im geschäftlichen Bereich hin; auch: du wünscht deinen Feinden Böses.
  • Mord begehen, allgemein: Man schlägt sich mit etwas herum, dass man beseitigen möchte. Doch müßte es von Innen heraus überwunden werden.
  • Mord begehen an einem Bekannten: man sollte die wahre Beziehung zu diesem überdenken.
  • Mord sehen: unverhofftes Glück (starker Kontrasttraum!); langes Leben.
  • Mörder werden: ein Teil des Lebens ist völlig aus dem Gleichgewicht geraten und nun droht man von äußeren Umständen übermannt zu werden.
(indisch):
  • Mord sehen: unverhofftes Glück wird dir zuteil.
VERHAFTUNG = Schuldgefühle, Detailsdie sich aus abgelehnten Bedürfnissen und Verhaltensweisen erklären

Assoziation: Erzwungener Stillstand; erwischt werden.
Fragestellung: Warum habe ich Angst, erwischt zu werden? Was möchte ich zum Stillstand bringen?
 
Verhaftung im Traum kann für Schuldgefühle stehen, die sich aus Absichten, Bedürfnissen und Verhaltensweisen erklären, die man an sich selbst ablehnt; man sollte sie analysieren und annehmen oder ändern. Manchmal weist das auch darauf hin, dass man sich aus eigener Schuld in einen falschen Verdacht bringt. Wer verhaftet wird oder sieht, wie man einen anderen festnimmt, sollte sich bemühen, nicht über Mitmenschen zu lästern, weil auf ihn zurückfallen könnte, was er anderen zugedacht hat.
  • Wird man verhaftet, deutet dies auf das Zurückhalten unseres natürlichen Selbstausdrucks durch moralische Urteile hin; oder die Frage nach Recht und Unrecht durch andere Menschen.
  • Verhaftet man selbst eine andere Traumfigur, dann zeigt dies unsere instinktive Mißbilligung des Teils unserer selbst, der im Traum durch die verhaftete Person dargestellt wird.
Oft handelt es sich bei diesem Traumbild auch um das verhaftet sein in seiner Umwelt, aus der man selbst ausbrechen möchte. Aus psychologischer Sicht ist man sich offenbar nicht sicher, welche Motive uns bei einer bestimmten Handlung leiten, über die man nachdenkt. Man muß innehalten und nachdenken, bevor man in Aktion tritt.
 
Spirituell: Auf der spirituellen Ebene ist die Verhaftung im Traum ein Hinweis, dass ein Bedürfnis nach einer führenden Autorität besteht.
 
Siehe Gefängnis Gefangenschaft Handschellen Kriminalbeamter Polizist Razzia
==> weiterlesen
Volkstümliche Deutung:
(europ.):
  • Verhaftung eines anderen sehen oder veranlassen: man wird erfahren, daß es nicht gelungen ist, andere zu täuschen;
  • verhaftet werden: du wirst grundlos verdächtigt;
  • werden anständig aussehende Fremde verhaftet: der Wunsch, Veränderungen herbeizuführen, wird von der Angst zu versagen vereitelt;
  • Bei der Verhaftung den Beamten Widerstand leisten: man wird das neue Unternehmen vollenden.
(arab.):
  • verhaftet werden: man wird deine Ehre kränken;
  • jemanden selbst verhaften: große Hemmungen.
(indisch):
  • verhaftet werden: du kommst grundlos in falschen Verdacht.
ANGST = vor etwas Angst haben, Detailssich nicht mit einem Problem konfrontieren wollen

Assoziation: Unausgedrückte Liebe, Selbstzweifel. Fragestellung: Was bin ich in mir und anderen zu akzeptieren bereit?   Angst im Traum zeigt, dass einem eine Angelegenheit große Sorgen bereitet. Das kann ein Problem sein, mit dem man sich nicht auseinandersetzen will. Oder man hat eine verborgenen Abneigung gegen das, was gerade geschieht. Auch das augenblickliche Selbstwertgefühl mag zu wünschen übrig lassen. Oder ... weiter
VERFOLGUNG = ungelöste Probleme, Detailsvon einem Geschehen gedanklich nicht loslassen können

Assoziation: Problemen aus dem Weg gehen wollen. Fragestellung: Mit welchen Schwierigkeiten will ich nicht konfrontiert werden?   Verfolgung im Traum stellt ungelöste Probleme aus der Vergangenheit dar, die psychische Störungen verursachen, welche oft durch Veränderungen der Stimmungslage gekennzeichnet sind. Es kann auch bedeuten, dass man von einem Geschehen nicht loslassen kann (seelischer Schock, böse Erinnerungen, ... weiter

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