🌙JOAKIRSOFT - Traumdeutung, Traumsuche, Traumtagebuch
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🎧 Deutung vorlesen
Am 02.01.2026gab eine Frau im Alter zwischen 56-63 diesen Traum ein:
Hausaufgaben und ein mutiger Ausflug in eine Riesenstadt
Bin in einer Art Schule bei der es darum geht, den Alltag zu beobachten und zu dokumentieren. Das sind die Hausaufgaben, die nie klar definiert sind sondern eher offen gestaltet werden. Da die meisten damit überfordert sind, wird viel abgeschrieben. Auch von mir, nur manchmal habe ich auch keine Lust sie zu machen und wage dann stattdessen einen Ausflug. So Mängel ich mich an einer Art Gardine aus dem Klassenzimmer in eine fantastische Welt mit Riedenhäusern und Schneelandschaft. Hier mache ich einhändig und weit oben schwebend Fotos. Dabei befinde ich mich in schwindelerregender Höhe, versuche den Blick nach unten zu vermeiden. Mit sehr viel Gottvertrauen schaffe ich es mich entlang an einer Mauer zurück in die Aula der Schule zu hangeln. Hier steht die Rektorin mit einem Lehrer im Gespräch und scheint mich kaum zu beachten. Die Szenen erinnern entfernt an Ausschnitte aus Harry Potter...Hausaufgaben, Schwelle und der mutige Blick in die Weite:
Einleitung
Dieser Traum inszeniert einen Spannungsraum zwischen Pflicht und innerem Drang nach Überschreitung. Er zeigt eine Psyche, die sich nicht mehr mit vorgegebenen Formen zufriedengibt, sondern Erfahrungswissen sucht, auch um den Preis von Unsicherheit und Risiko. Die Schule fungiert hier nicht als Lernort im äußeren Sinn, sondern als Symbol eines normierenden Systems.Die Schule als offenes, aber kontrollierendes System:
Die Schule steht für ein Lebensfeld, in dem Anpassung erwartet wird, ohne dass die Regeln wirklich klar sind. Die offenen Hausaufgaben verweisen auf diffuse Anforderungen, die zwar Freiheit suggerieren, in Wahrheit aber Orientierungslosigkeit erzeugen. Das Abschreiben zeigt eine kollektive Überforderung und eine innere Distanz zu fremdbestimmten Erwartungen.Die Hausaufgaben des Alltags:
Die Aufgabe, den Alltag zu beobachten und zu dokumentieren, weist auf eine innere Aufforderung zur Bewusstwerdung hin. Dass diese Aufgabe häufig umgangen wird, deutet auf eine Ermüdung gegenüber bloßer Selbstkontrolle ohne Sinnstiftung. Die Psyche sucht nicht mehr nach korrekter Ausführung, sondern nach lebendiger Erfahrung.Die Gardine als Schwelle zwischen Welten:
Die Gardine ist ein klassisches Schwellenbild zwischen Innen und Außen, zwischen Regelraum und Möglichkeitsraum. Das Durchschlüpfen zeigt einen mutigen, wenn auch nicht offiziell erlaubten Übergang. Hier verlässt das Ich den sicheren, aber leblosen Raum zugunsten einer unsicheren, aber bedeutungsvollen Welt.Die Riesenstadt mit Schneelandschaft:
Die fantastische Stadt steht für ein erweitertes inneres Potenzial, das bislang nicht betreten wurde. Schnee verweist auf Klarheit, Kälte und Konzentration, aber auch auf eine gewisse Gefühlsdistanz, die nötig ist, um Höhe auszuhalten. Die Riesenhaftigkeit der Architektur zeigt die Überwältigung durch neue Möglichkeiten.Die schwebenden Fotografien in schwindelerregender Höhe:
Das Fotografieren symbolisiert den Versuch, Sinn und Überblick festzuhalten, ohne vollständig Teil der Situation zu sein. Die einhändige Bewegung und das Schweben deuten auf ein instabiles Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Hingabe hin. Das Vermeiden des Blicks nach unten zeigt die Angst vor dem eigenen Risiko, aber auch die Entschlossenheit, nicht zurückzuweichen.Die Mauer und das Gottvertrauen:
Die Mauer ist eine Grenzstruktur, an der sich entscheidet, ob Rückkehr möglich ist. Das Entlanghangeln mit Gottvertrauen verweist auf eine innere spirituelle Ressource, die dort greift, wo rationale Sicherungen fehlen. Die Rückkehr ist keine Flucht, sondern eine Integration der Erfahrung.Die Rektorin als Instanz der Bewertung:
Die Rektorin verkörpert Autorität und äußere Beurteilung. Dass sie kaum Notiz nimmt, zeigt, dass die innere Überschreitung nicht mehr von äußerer Anerkennung abhängig ist. Die Psyche beginnt, sich selbst zu legitimieren.Zukunftsprognose:
Dieser Traum kündigt eine Phase an, in der konventionelle Pflichten weiter an Bedeutung verlieren und durch selbstgewählte Erfahrungsräume ersetzt werden wollen. Die Gefahr liegt weniger im Absturz als in der Versuchung, dauerhaft zwischen den Welten zu pendeln, ohne eine neue Struktur zu schaffen. Gelingt die Integration, entsteht daraus eine reifere Form von Eigenverantwortung und innerer Autorität.